Mietkaution
Die Sicherheitsleistung des Mieters, die der Vermieter getrennt vom eigenen Vermögen anlegen muss.
Klartext
Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen, die erste zu Beginn des Mietverhältnisses. Der Vermieter muss sie insolvenzsicher und verzinst anlegen. Nach dem Auszug hat er eine angemessene Prüffrist, in der Praxis meist drei bis sechs Monate.
§ 551 BGB
Die Zahlen, die zählen
| Höchstbetrag | 3 Nettokaltmieten |
|---|---|
| Ratenzahlung | 3 gleiche Monatsraten, erste bei Beginn |
| Anlage | Getrennt vom Vermögen des Vermieters, verzinst |
| Rückzahlung | Nach angemessener Prüffrist, in der Rechtsprechung meist 3 bis 6 Monate |
| Zinsen | Stehen dem Mieter zu |
So gehst du vor
- Höhe mit der Nettokaltmiete abgleichen
- Ratenzahlung schriftlich ankündigen, falls gewünscht
- Zahlungsnachweis aufbewahren
- Nach Auszug Rückzahlung mit Zinsen schriftlich anfordern
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Ausführliche Version mit Erklärung: Kautionsrechner
Häufige Fragen
Darf der Vermieter die Kaution mit offenen Nebenkosten verrechnen?
Ja, für die noch ausstehende Betriebskostenabrechnung darf er einen angemessenen Teil zurückbehalten.
Was, wenn der Vermieter die Kaution nicht anlegt?
Du kannst die Anlage verlangen. Solange sie nicht getrennt angelegt ist, darfst du in Höhe der Kaution ein Zurückbehaltungsrecht an der Miete geltend machen.
Kann ich statt Barkaution eine Bürgschaft stellen?
Nur mit Zustimmung des Vermieters. Er muss keine Bürgschaft oder Kautionsversicherung akzeptieren.
Stand 2026, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Rechtsgrundlagen im Volltext auf gesetze-im-internet.de.